Kalimantan


Heimat der sanften Orang-Utans und lustig anzusehenden Nasenaffen. Heimat der Dayak-Völker, geschickter Kunsthandwerker und Jäger. Wo riesige mäandernde Flüsse sich den Weg durch den Dschungel bahnen und die Straßen der Einheimischen und die Boote ihre „Autos“ sind.


Kalimantan, das sind zwei Drittel der 3. größten Insel der Erde, Borneo. Abgesehen von den großen Wirtschaftszentren an der Küste bietet das Inselinnere Abenteuer pur im Regenwald und reiche Traditionen. In den Küstenregionen siedelten sich über die Jahrhunderte Händler vieler anderer Inseln, Chinesen und Araber an. Im Landesinneren sind auch heute noch die Dayaks, Sammelbegriff für alle Ureinwohner, unter sich.

Die Kenyah, Kayan, Iban, Ngaju und Dutzende andere Gruppen sind Bauern, Jäger und leben meist in kommunalen Langhäusern. Bis in die 2. Hälfte des 19. Jh. waren die Dayak gefürchtete Kopfjäger. Heute erinnern nur noch Symbole in ihren kunstvollen Schnitzereien, Web- oder Perlenarbeiten daran. Die Punan sind Nomaden und leben im tropischen Regenwald als Sammler und Jäger.
Fährt man von den sumpfigen Küstenregionen auf den Flüssen ins Landesinnere, trifft man hier noch auf viele traditionelle Dayak-Dörfer. Schwere Ohrringe ziehen die Ohrläppchen der älteren Dayak nach unten. Hände und Beine sind mit exakten Mustern tätowiert und die roten Zähne sind Ergebnis des Betelnusskauens.

Kalimantan ist in 4 Provinzen aufgeteilt, der Äquator durchschneidet die Insel.

Ostkalimantan

Samarinda | Dayak
Ausgangspunkt für eine Reise auf dem größten Fluss der Provinz, dem Mahakam, ist die quirlige Stadt Samarinda in Ostkalimantan. Flussaufwärts in Tenggarong lohnt ein Besuch des Mulawarman Museums. Das jährliche Erau-Festival ist eine buntes Festival mit farbenfrohen Trachten, Tänzen, Handwerkskünsten und traditionellem Leben der Dayak. In der Umgebung gibt es besuchenswerte Dayak-Dörfer mit Langhäusern und im Seengebiet um Muara Muntai tummeln sich seltene Fluss-Delfine. Abenteuer-Urlaub ist garantiert bei einer Weiterreise auf dem Mahakam-Fluss ins Herzen von Borneo. Dazu gehört auch ein Besuch im traditionellen Dayak-Dorf von Tanung Isuy.
Südlich von Samarinda, in Samboja, wird in einem sehr interessanten Projekt ehemaliges Plantagenland wieder aufgeforstet und soll Heimat für Orang-Utans aus Auswilderungs-stationen werden.
www.bos-deutschland.de | www.sambojalodge.com

Zentralkalimantan

Orang Utans | Tanjung Puting Nationalpark
Wer Orang-Utans in einer Auswilderungsstation erleben möchte, der besucht am besten das Tanjung Puting Naturreservat in Zentralkalimantan. Wildromantische Flussfahrt mit der Sichtung von Nasenaffen, Schlangen, Hornvögeln, fremdartige Dschungelgeräusche und ein Besuch eines Dayak-Dorfes sind inklusive. Übernachten kann man auf den Hausbooten oder in einem Eco-Lodge. Innerhalb des Parks, in Pesalat, kann man Setzlinge kaufen und pflanzen und somit einen aktiven Beitrag zur Wiederaufforstung des Parks leisten.
Anreise z.B. mit dem Flugzeug nach Pangkalanbun ab Jakarta, Semarang, Banjarmasin.
www.orangutan.org

Südkalimantan

Banjarmasin
Neben der sehr sehenswerten Großen Moschee Sabilal Muhtadin stehen vorallem die Bootsfahrten dem Martapura Fluss auf der Besucherliste. Hier reihen sich die Häuser auf Stelzen am Flussufer nebeneinander. Früh aufstehen muss man, will man das Treiben des „Floating Market“, des Marktes auf Booten, erleben.