Nusa Tenggara


Die „südöstlichen Inseln“, Nusa Tenggara,zwischen Bali und Timor Leste, sind auch heute noch geprägt von kultureller Vielfalt: handgearbeitete Ikat-Textilien, archaischen Riten und Volkstänze, traditionelle Architektur. Dazu atemberaubende Natur, erstklassige Wassersportaktivitäten und Vulkantrekking.

Alor
In den zerklüfteten Bergregionen Alors findet man Volksgruppen deren tägliches Leben noch stark geprägt ist von Tradition und Ahnenkult.
Besonders sehenswert ist das Dorf Takpala, wo der Stamm der Abui zuhause ist. Ihre Tänze sind ebenso spektakulär wie der Besuch bei den Kabola, deren traditionelle Kleidung aus Baumrinde gefertigt wird. Der Blick auf die Bucht von Kalabahi ist atemberaubend, die Inselhauptstadt bietet auf ihrem quirligem Markt ein besonderes Spektakel: die Popcorn-Kanone.
Betelnusskauen als Willkommensgruß – das gehört hier noch immer zu jedem Besuch. Bei Wanderungen und Fahrten durchs Landesinnere erhascht man immer wieder atemberaubende Ausblicke auf die Küste. Dort unten, wo es Tauchreviere gibt, die noch als Geheimtipp gehandelt werden. Ein absolutes Muss für Taucher ist die Straße von Pantar.

Lembata
Lamalera - eines der letzten Walfängerdörfer Indonesiens auf Lembata. Dort, wo die Fischer wie seit Hunderten von Jahren mit ihren Booten hinausfahren und die Wale mit Harpunen erlegen. Beiderseits ein Kampf ums Überleben. Wendige kleine Segelboote, ohne Eisennägel gebaut und Stolz einer jeden Fischer-Familie. Der Schamane reibt nach der Fertigstellung eines neuen Bootes den Bootskörper noch immer mit Hühnerblut ein, doch zur Eröffnung der Walfangsaison im Mai hält heute ein katholischer Priester die Messe im Dorf ab.

Sumba
Die Kultur Sumbas besticht mit spektakulären Ritualen, riesigen megalithischen Grabstätten, ungewöhnlich spitz zulaufenden Hausdächern und wunderschönen „Ikat“-Textilien. Noch heute sind mehr als 50 % der Bevölkerung Animisten und Anhänger des Ahnenkultes.
Sumba ist etwa 300 km lang und 80 km breit und in zwei Distrikte aufgeteilt.
Die frühere „Sandelholzinsel“ exportiert heute hauptsächlich Pferde und Wasserbüffel, besonders nach Java.
Die jährliche Mutprobe der Sumbanesen, das Pasola Ritual, findet im Februar statt. Männer auf wendigen Ponies versuchen sich gegenseitig mit Speeren vom Pferd zu werfen. Animistische Priester ermitteln den richtigen Zeitpunkt für das Fest, daher kurz vor der Reise genaues Datum per email erfragen: forumpariwisatantt@gmail.com

Der grüne und fruchtbare Westen Sumbas beeindruckt durch meglithische Traditionen und faszinierende Architektur, wie etwa in den Dörfern Tarung und Bondokodi, letzteres ist auch bekannt für seine Pasola. Dieser rituelle Kampf auf Pferden findet auch an der Südküste statt, wo traumhafte einsame Strände und ein liebenswertes Resort in Nihiwatu einen Urlaub fernab vom Trubel versprechen.
Der trockene und karge Osten ist berühmt für seine Ikat-Textilien und ausdrucksstarke Tänze. Besuchenswert ist das Weber-Dorf Prailiang, wo man den Weberinnen über die Schulter schauen kann. An der Südostküste von Sumba treffen sich Surfer, die neue Herausforderungen suchen.

Flores
Bunte Kraterseen, grüne Schluchten und Peitschenkämpfe – die Vielfalt der Insel lässt bei einer Rundreise keine Langeweile aufkommen. Die Insel entdeckt man am besten auf Wanderungen von Dorf zu Dorf durch dichte Bambuswälder, vorbei an intensiv riechenden Nelkenbäumen, Kaffeeplantagen und dicht behangenen Cashewnussbäumen. Oder man steigt hinauf in die Kiefernwälder der Berge. Flores ist ein großartiges Naturerlebnis.
Viele artenreiche Korallenriffe bieten erstklassige Tauch- und Schnorchelerlebnisse.

Die Manggarai im Westen besuchen und Zeuge werden von rituellen Peitschenkämpfen, in denen auch mal Blut fliesst. Es wird nicht nur die Geschicklichkeit und Stärke der kämpfenden Männer getestet, vielmehr ist das vergossene Blut ist eine Opfergabe an die Ahnen um sie milde zu stimmen. Ein wichtiger Teil von Zeremonien der Fruchtbarkeit, wie Erntedank-Fest oder Hochzeit. Außerhalb dieser Feste können Touristen im Dorf Melo, unweit von Labuan Bajo im Westen der Insel, den Peitschenkampf erleben.
Labuan Bajo ist auch Ausgangspunkt für Ausflüge zum Komodo-Nationalpark. Der Fischerort bietet Hotels für jeden Geldbeutel – ob 5-Sterne, Öko-Resort oder simples Guesthouse.
Ausflüge zum verwunschenen Canyon Cunca Wulang, auf dem Rücken eines Pferdes rund um den tiefsten Kratersee der Erde, dem Sano Nggoang, oder eine 2-tägige Wandertour auf den Berg Mbeliling – rund um Labuan Bajo gibt es für jeden Urlauber etwas zu erleben.
Tipps zum Komodo Nationalpark und Westflores unter: www.floreskomodo.com

Die Ahnenhäuser der Ngada im Südwesten sollte man auf sich wirken lassen. Rituelle Steinsetzungen und über Jahrhunderte unveränderte Architektur gehören dazu. Sehenswert ist das traditionelle Dorf Tololela am Fuße des Vulkans Inerie im Süden der Insel. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein.

Ein Geheimtipp für einsame Inselchen, traumhafte Strände und bunt schillernde Unterwasserwelt sind die Riung 17 Pulau, namentlich 17 kleine Inseln im türkisblauen Meer vor Riung (Nordwest-Flores) gelegen. Unvergeßlich ist ein Naturschauspiel an der Nordküste der kleinen Insel Untelue im 17-Insel-Archipel: Zur Abenddämmerung fliegen Tausende von Flughunden in den Abendhimmel.

Nicht weit von Maumere finden Textilliebhaber ihr Mekka in Sikka und Watublapi, wo Frauen gerne demonstrieren, wie sie die wunderschönen „Ikat“-Textilien herstellen – vom Spinnen übers Färben bis zum Weben. Und wer die Frauen und Männer in diesen Kunstwerken tanzen sieht, der geht nicht ohne einen Ikat nach Hause.

Und dann ist da noch das wohl imposanteste Naturschauspiel von Flores: die drei farbigen Kraterseen von Kelimutu, östlich von Ende. Stets haben sie 3 verschiedene Farben und beim nächsten Besuch sehen sie vielleicht statt türkis weiss und statt braun rot... Lassen Sie sich überraschen!

Wer am Karfreitag die Prozession der Katholiken von Larantuka im Osten der Insel erlebt, der wird dabei Relikte aus der Zeit der portugiesischen Kolonialherren entdecken, die den katholischen Glauben auf die Insel brachten.
Flores ist eine langgestreckte, zerklüftete Insel mit Vulkanen, grünen Schluchten, schönen Bergseen, Savannen und saftiggrünen Bergwäldern. Die 1,4 Millionen Einwohner gehören zahlreichen ethnischen Gruppen an. www.florestourism.com

Sumbawa / Bima
Die Einheimischen nennen den westlichen Teil ihrer Insel „Sumbawa“, während der Ostteil als „Bima“ bezeichnet wird. Obwohl der Islam hier dominiert, sind traditioneller Glauben, Sitten und Gebräuche (Adat) noch ungebrochen stark.
Sumbawa ist vulkanischen Ursprungs und die Eruption des Vulkans Tambora im Jahr 1815 war der stärkste Vulkanausbruch in den letzten 10.000 Jahren. Bis nach Europa waren die Auswirkungen zu spüren.
Sehr ländlich geprägt und kaum auf Touristen eingestellt, muss man sich auf manche Unzulänglichkeiten einstellen, will man Sumbawa / Bima bereisen. Belohnt wird man mit einmaligen Einblicken in das Inselleben das durchaus seinen besonderen Charme hat, nicht zuletzt durch die Gastfreundschaft der Menschen.
Sumbawa Besar ist eine malerische Stadt, mit seinen Pferdekutschen, dem bunten Markt, dem Sultanspalast. Von hier aus kann man mit dem Boot auf die Insel Moyo übersetzen – ein kleines Paradies aus traumhaften Sandstränden, Dschungel, Wasserfällen und einem Luxushotel. Dort wohnen die Gäste stilvoll in eleganten Zelten. Traditionelle Häuser und unverfälschtes Dorfleben findet man z.B. im Dorf Tepal.
In Bima lockt ein Besuch des Hafens, in dem oft stattlichen Schooner liegen, die in ihrem hölzernen Bauch Waren in den Osten dieser Inselwelt transportieren. Auch in Bima ist der Besuch des Marktes fast schon ein „Muss“. Und wer noch Muße hat, der wandert zum Grabmal des ersten Sultans von Bima. Von dort oben hat man einen ausgezeichneten Blick über die Stadt.
Einen außergewöhnlichen Ausflug verspricht die Fahrt am Meer entlang zum Fischerdorf Nangakanda, mit seinen malerischen alten Booten. Von hier aus kann man sich mit einem der Boote zur Vulkaninsel Sangiang bringen lassen.

www.goseentt.com (offizielle Website der Provinzregierung)
www.nusatenggaraindonesia.com (offizielle Website der Tourismusorganisation)

www.visiteastindonesia.com