West Papua


Faszinierende Stammeskulturen, riesige Regenwaldgebiete, einzigartige Tier- und Pflanzenwelt und einige der besten Tauchgebiete der Erde – das ist West Papua! Wer Abenteuerlust und Entdeckergeist mitbringt ist hier genau richtig.

Papua und Papua Barat sind die östlichsten Provinzen Indonesiens im westlichen Teil der Insel Neuguinea. Auf einer Fläche von der Größe Deutschlands und Österreichs leben nur ca. 3 Millionen Menschen. Hier gibt es noch viel zu entdecken abseits der Touristenpfade.

Tiefe Schluchten, gigantische, schneebedeckte Berge und eine wilde Vegetation machen den Dschungel Papuas zum Undurchdringlichsten der Welt. Die Vielfalt an Pflanzen und Tieren ist enorm, viele Arten, darunter die Baumkänguruhs, existieren nur hier. Rhododendren, Orchideen und Azaleen blühen um die Wette. Exotische Paradiesvögel, mannshohe Kasuare, Opossums und Taipane können mit Glück und Geduld beobachtet werden. Viele Volksstämme leben bis heute völlig isoliert in abgeschiedenen Tälern und tief im Dschungel.

Jayapura
In Jayapura, der Provinzhauptstadt Papuas, sollte man einen Besuch im Loka Budaya-Museum auf dem Campus der Universität mit einer beeindruckenden Sammlung örtlicher Stammeskunst nicht versäumen. Ein Abstecher zu den Pfahlbauten des Dorfes Engros in der benachbarten Yofety-Bucht lohnt sich ebenso wie ein Besuch auf der Krokodilfarm. Eine Bootsfahrt auf dem riesigen, malerischen Sentani-See mit seinen zahllosen kleinen Inselchen kann man mit einem Besuch der Insel Apoyo verbinden, wo die einheimischen Handwerker Baumrinde mit Naturfarben bemalen. Bevorzugte Motive sind stilisierte Krokodile und Schlangen. Auch kunstvolle Schnitzereien kann man hier erwerben. Das Staatsmuseum in Waena beherbergt hervorragende Beispiele für die Kunst der Asmat, unter anderem die „bisj“ genannten Ahnenpfähle, dekorierte Schädel, fein gearbeitete Axtkeile aus dem Baliem-Tal und weitere interessante Gebrauchsgegenstände. Ebenfalls in der Region um den Sentani-See kann man im Dorf Doyo Lama Holzschnitzereien und Felsmalereien besichtigen.
Jährlich an mehreren Tagen um den 21. Juni erfüllen Trommelklänge und stampfende Rhythmen die flimmernde Luft am Sentanisee. Zum Sentani-Lake-Festival versammeln sich die Volksgruppen der Umgebung, um gemeinsam zu singen, zu tanzen, aber auch um sich in Wettbewerben zu messen.
Infos zum Festival teils in englischer Sprache unter: www.sentanilakefestival.com

Das Baliem-Hochland
Auf 1600 Meter Höhe inmitten des gewaltigen Jayawijaya-Gebirges liegt nur eine Flugstunde von Jayapura im Landesinneren das Baliem-Tal. Umgeben von einem atemberaubenden Bergpanorama lebt hier das Volk der Dani, deren Kultur seit der Steinzeit bis vor kurzem kaum äußeren Einflüssen ausgesetzt war. Im Tal mit dem mächtigen, von Hängebrücken überspannten Baliem-Fluss leben die Dani in ihren traditionellen, mit Gras bedeckten Rundhütten.

Wamena
Wichtigstes Handelszentrum des Baliem-Hochlands ist die Stadt Wamena. Der Markt ist täglich ein Treffpunkt für die Stämme der Umgebung. Eine bunte Pallette einheimischer Früchte und Gemüse, lebende Schweine und frisch gefangene Flusskrebse warten auf Käufer. Angeboten werden auch kunsthandwerkliche Produkte wie Pfeil und Bogen, die berühmten Kotekas (Penisfutterale, die von den Stammesangehörigen teilweise immer noch getragen werden), Steinäxte, die Tragenetze der Frauen sowie der von den Männern gefertigte Schmuck.
Wamena ist idealer Ausgangspunkt für leichte Wanderungen zu traditionellen Dani-Dörfern oder anspruchsvollen Trekkingtouren in die umliegenden Berge.
Das Baliem-Valley-Festival, das jährlich um den 10. August stattfindet, ist ein kultureller Höhepunkt für Besucher aus Nah und Fern.Tausende Dani, Lani und Yali messen sich bei dem mehrtägigen Spektakel in Schaukämpfen, Wettbewerben mit Pfeil und Bogen, Tanzaufführungen und amüsieren sich beim Ferkelrennen.

Asmatgebiet
Die Heimat des Asmat-Stammes um die Stadt Agats in der Flamingo-Bucht an der Südküste Papuas ist geprägt von Sümpfen und feuchten Wäldern. Die Asmat sind begnadete Schnitzer, Kenner primitiver Kunst zahlen hohe Preise für ihre Holzschnitzereien. Jährlich zwischen 20. Und 25. Oktober findet in Agats eine Auktion statt, bei der die kunstvoll geschnitzten Statuen, Ahnenpfähle und Boote von Liebhabern aus aller Welt ersteigert werden.

Abenteuer im Nebelwald
Die Landschaften im Landesinneren, die zum größten Teil noch unentdeckten kühlen Hochebenen, Nebelwälder und gewaltigen Bergmassive Papuas ziehen immer wieder Wanderer in ihren Bann. Der höchste Gipfel Papuas, der schneebedeckte Jayawijaya oder Carstenz Pyramid, mit fast 5000 Metern, zählt zu den „Seven Summits“, den sieben Gipfeln, die jeder ambitionierte Bergsteiger zum Ziel hat. In dieser Region kann man dichte Nebelwälder durchwandern und über steile Bergpfade abgelegene Dörfer erreichen, um die Ureinwohner Papuas kennen zu lernen, von denen manche noch nie ausländische Gäste empfangen haben.

Unberührte Tauchgründe
Taucher berichten von unvergleichlichen Erlebnissen in Westpapua, wo Artenvielfalt und märchenhafte Korallenlandschaften ihresgleichen suchen. Tauchgänge zu alten Schiffs- und Flugzeugwracks des Zweiten Weltkriegs in den flachen Gewässern der Cendrawasih-Bucht oder vor der Westspitze der Insel sind zusätzliche Highlights.

Raja Ampat
Ein wahres Eldorado für Tauchsportler sind jedoch die Tauchgründe um die Raja Ampat-Inseln. In den romantischen Buchten, Lagunenkanälen, gesäumt von Regenwäldern, Felseninseln und Korallenriffs existiert das größte Artenvorkommen der Welt.
Das türkisblaua Wasser der Lagunen umhüllt den Taucher, inmitten dieses tropischen Paradieses mit üppiger Vegetation, feinstem weißem Sand und kristallklarem Wasser. In den Riffs vor den Inseln warten Myriaden von farbenfrohen Meerestieren aller Größen, angefangen von Haien, Rochen, Walen, Delphinen, Schildkröten und riesigen Venusmuscheln bis hin zu Schwärmen von Schnappern, Papageien- und Doktorfischen darauf, entdeckt zu werden. Mit etwas Glück können die Walhaie bei ihrem Zug durch die Meere beobachtet werden – ein unvergessliches Erlebnis.
Mehr Infos in englischer Sprache zu Raja Ampat www.gorajaampat.com und unter Aktivitäten/Tauchen auf dieser Homepage.
www.visiteastindonesia.com

Anreise: Flüge ab Jakarta/Bali nach Sorong/Biak/Jayapura/Timika
Reisetipps: Tauchreisen per Schiff oder in Eco-Resorts
Kultur-, Trekking- und Expeditionsreisen ins Landesinnere

Beste Reisezeit: Es ist ganzjährig mit Regen zu rechnen. Regenreichste Monate sind Dezember und Januar.